Kärcher Hochdruckreiniger

Schaumparty mit bösem Ende – Auto waschen mit dem Kärcher Hochdruckreiniger K 2

Warum ein Hochdruckreiniger?

Hallo zusammen! Eins vorweg: Dieser Produkttest endet nicht so, wie man es erwartet. In diesem Beitrag stelle ich den Kärcher Hochdruckreiniger K 2 vor und zeige, wie ich damit mein Golf 1 Cabrio gewaschen habe. Oder waschen wollte.

🙂

Ich fange mal ganz normal an: Grundsätzlich habe ich bisher drei Möglichkeiten gehabt, ein Auto zu waschen:
1. Durch die Waschstraße fahren: – Geht schnell, man muss nichts machen, Ergebnis (auf dem ersten Blick) okay, aber teuer und auf Dauer schädlich.
2. In der SB-Box selber waschen: Man kann individuell sein Auto waschen, aber meist sind eigene Pflegeprodukte verboten, man muss oft lange warten, beim Waschen muss man sich beeilen und Autopflege-Nerds wie ich müssen den halben Hausstand vorher mitnehmen
3. Zu Hause waschen: – Günstig, man hat alles vor Ort, man hat Zeit ohne Ende… aber leider nur eine Garten-Wasserspritze 🙂 Das sollte sich ändern!

Da ich auch für unsere Terasse schon mal einen Kärcher Hochdruckreiniger mit Flächenreiniger ausgeliehen habe und begeistert war, habe ich mir zu meinem 30. Geburtstag (der war vor kurzem) einen besagten „Kärcher“ gewünscht und tatsächlich geschenkt bekommen! 🙂

Der große Vorteil von einem Hochdruckreiniger beim Auto waschen sollte klar sein: Man bekommt festsitzenden Dreck deutlich besser weg, ohne übermäßig Chemie anwenden zu müssen.

Der Kärcher Hochdruckreiniger K 2 Full Control Home inkl. Flächenreiniger

Kärcher Hochdruckreiniger K 2 Full Control Home
Kärcher Hochdruckreiniger K 2 Full Control Home

Bei der Marke habe ich garnicht lange überlegt – Kärcher ist sicherlich DIE Marke, wenn es um Hochdruckreiniger geht. Der Markenname hat sich eingebürgert wie Tempo bei Taschentüchern. Da ich, wie gesagt, schon vorab durch ein Leihgerät positive Erfahrungen mit dem dazugehörigen Flächenreiniger bei der Terassenreinigung gemacht habe, sprach für mich nichts gegen Kärcher. Im Vergleich zu den anderen Modellen von Kärcher gehört der „K 2 Home Full Control“ in die Einsteigerklasse. Das zeigt sich natürlich auch im niedrigen Preis (ca. 100€). Für meine Bedürfnisse hat er alles, was ich brauche. Praktisch sind die Rollen, der ausziehbare Griff, die Klemmvorrichtungen der verschiedenen Spritzen sowie der Halter für den Schlauch.
Die Verarbeitung macht einen guten Eindruck. Nicht extrem hochwertig, aber vollkommen in Ordnung. Die einzelnen Elemente lassen sich kinderleicht durch einen Dreh-Klick-Mechanismus schnell und umkompliziert tauschen. In dem von mir gekauften Set sind ein Flächenreiniger sowie ein dazu passendes Reinigungsmittel enthalten. Das funktioniert super, ich freue mich schon auf die nächste Terassenreinigung. 😉

Pragmagtisch gut – die nicht benötigten Lanzen werden auf der Rückseite eingeklemmt. Unten schließt man den handelsüblichen Gartenschlauch an ein Kunststoffgewinde. Links findet die Pistole ihren Platz. Damit das Gerät platzsparend verstaut werden kann, lässt sich der Griff auch einfahren.

Jetzt wird gewaschen!

Die enthaltene Standard-Lanze hat vier Härtegrade: Mix, Soft, Medium, Hard. Das sieht dann wie folgt aus:

Für das empfindliche Stoffverdeck fand ich die erste Stufe „Mix“ am besten. Der Sprühwinkel ist recht weit und gleichmäßig, der Druck am geringsten. Um den Lack vorzureinigen, habe ich die vierte Stufe „Hard“ benutzt. Die Stufen „Soft“ und „Medium“ haben sicher auch ihre Berechtigung und werden ihrem Namen gerecht, allerdings störte mich da der kleine querschlagende Strahl, den man auf den Fotos auch erkennen kann. Der Strahl „Hard“ ist vergleichbar wie der Hochdruckreiniger in einer üblichen SB-Box.

Durch einfaches Drehen des Kopfes lassen sich die vier Stufen einstellen. Im beiliegenden Handbuch wird zur PKW-Wäsche die Stufe „Medium“ empfohlen. Ist sicherlich nicht falsch, aber ich sehe bei „Hard“ auch kein Problem. 🙂

Schaumparty – Waschen mit der Kärcher Schaumdüse FJ 6

Als seperates Zubehör habe ich mir die Kärcher Schaumdüse FJ 6 mit 600ml Fassungsvermögen dazu gekauft. Als Mixtur habe ich ca. 200ml ValetPro PH Neutral Snow Foam, eine Verschlusskappe Sonax Autoshampoo und als Rest Wasser gewählt. Da kann jeder für sich seine perfekte Schaum-Mischung wählen. Die Eich-Striche machen es einfach, den perfekten Schaum-Cocktail zu mixen. 🙂

Nachdem man die Schaumdüse auf die Lanze gesetzt und gefüllt hat, kann es auch schon losgehen. Das gesamte Auto mit einem dichten Teppich von Schaum einzuschneien macht auf jeden Fall Spaß und sorgt für interessierte Blicke der Nachbarn! 😉 Der Härtegrad lässt sich auch hier von Weich bis Hart einstellen. Mir gefiel Weich besser, da dort der Schaum gefühlt länger auf dem Lack liegen blieb.

Sieht schon gut aus, oder? Weil es so Spaß gemacht hat, habe ich übrigens zwei Durchgänge gemacht. Also bitte nicht wundern, warum der Boden auch so schaumig ist! 🙂

Weißer Rauch und Gestank!

Jetzt sollte eigentlich der Teil kommen, wo der Lack mit einer Waschbürste gewaschen wird. Doch leider machte mir der niegel-nagel-neue Kärcher Hochdruckreiniger ein Strich durch die Rechnung:
Plötzlich roch ich einen verschmorrten Plastik-Geruch… und als ich es gerade registriert habe, sehe ich auch schon, wie weißer Rauch aus dem Gerät aufsteigt – und das nicht gerade wenig! Sch****!!!
Da möchte ich einen schönen Testbericht für meinen Blog machen und meinen Eltern berichten, wie sehr das neue Geburtstagsgeschenk Spaß macht – und dann sowas!
Ich habe natürlich sofort den Netzstecker gezogen und die Gartenpumpe ausgeschaltet. Aber warum das neue Gerät auf einmal so angefangen hat zu kokeln, ist mir ein Rätsel. Die Wasserzufuhr war ganz normal über den Gartenschlauch gegeben, alles war (eigentlich) in Ordnung.

Ich hoffe einfach mal, dass ich ein Montags-Gerät erwischt habe und das die absolute Ausnahme ist. Ich schicke nächste Woche das Teil via Amazon zurück. Bisher hat das immer super bei Problemfällen funktioniert. Ich möchte dann einen neuen Kärcher Hochdruckreiniger testen und hoffe, dass mir dieser dann etwas länger treu bleibt! Was ich nämlich als Fazit von dem Gerät ziehe, ist durchweg positiv. Die erste Autowäsche (bis zu der Schaumbürste) hat super funktioniert und Spaß gemacht. Der Flächenreiniger ist mir durch das erwähnte Leihgerät ebenfalls schon positiv bekannt. Somit spricht für mich nichts dagegen, einen zweiten Versuch zu starten!

Beim nächsten Mal kann ich dann hoffentlich auch die Kärcher Waschbürste WB100 testen, welche noch unbenutzt hier liegt:

Welche Erfahrungen habt ihr bisher mit den Kärcher Produkten in der Fahrzeugwäsche gemacht? Schreibts mir in die Kommentare! 🙂

Ich habe schlussendlich das Cabrio mit der Zwei-Eimer-Wäsche und einem Waschhandschuh noch zu Ende gewaschen und meinem Nachbarn erklärt, warum es so verbrannt bei mir stinkt! 😉

Das Cabrio ist also noch ordentlich sauber geworden!
Viele Grüße
Daniel

2 Gedanken zu „Schaumparty mit bösem Ende – Auto waschen mit dem Kärcher Hochdruckreiniger K 2

  1. Markus sagt:

    Hi Daniel,
    erstmal Glückwunsch nachträglich.

    Ich selber benutze den Kärcher K5, unter anderem auch für die Autos. Top Gerät und Ersatzteile sind erschwinglich und relativ einfach zu wechseln.
    Den Schaumaufsatz wollte ich mir auch zulegen aber bis jetzt kam es nie dazu weil ich noch einen Kwazar Pumpsprüher habe.

    Was ich aber selbst getestet habe ist die Schaumdichte. Er muss nur bedingt dick und lange drauf bleiben, auf die Reinigungsleistung kommt es an. Je nach Temperaturen trocknet er schneller an und der Dreck wird nicht vernünftig abgelöst und kann nicht ablaufen. Daher ist meine Mischung (gerade nicht im Kopf😁) aus ebenfalls ValetPro Snow Foam und Petzoldts mildes Shampoo eher auf dünn ausgelegt. Da muss aber jeder selbst experimentieren.

    Es kommt ja auch auf die Wasserhärte an und auf den eigenen Geschmack. Sobald der VP leer ist, möchte ich den Gentlesnow von Koch Chemie probieren.

    Bevor du die Bürste an deinem Cabrio ausprobierst, würde ich an einem anderem nicht so sehr gepflegtem Auto erst auf Kratzer testen.

    Ich persönlich traue Bürsten einfach nicht. Wenn sie weich sind, haben sie meistens spitze Fasern und die Swirls sind vorprogrammiert.

    Ansonsten möchte ich sagen ich deinen Blog super finde und das du deine Art (ehrlich) rüber bringst.

    Grüße von einem weiteren Classic Line Fahrer

    Markus

    • Daniel sagt:

      Hi!
      Wow, danke für die Glückwünsche und für den ausführlichen Kommentar! Ich selber habe vorher auch Schaum mit einem Pumpsprüher produziert, allerdings war mir das ehrlich gesagt zu anstrengend. Da mein Cabrio meist auch nur sehr oberflächlich verschmutzt ist (keine Regenfahrten), reicht meistens auch eine ordentliche Shampoo-Wäsche vollkommen aus. Aber wenn man so Spielzeuge wie die Schaumdüse hat, will man sie ja auch mal nutzen! 😉 Bei der Bürste kann ich deine Bedenken verstehen. Bei meinem silbernen Alltags-Golf VI habe ich keine Angst, ein paar Swirls zu riskieren. Der bekommt eh bald mal eine Maschinenpolitur! 😉
      Viele Grüße, Daniel

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