Leder-Aufbereitung – Teil 1

Hallo!

Ich zitiere aus meiner anfangs geposteten to-do-Liste:

Bis April:
– Lederausstattung und Teppich ausbauen und aufbereiten (Lederzentrum, ich koooomme!)

Genau mit dem Punkt gehts hier tatsächlich weiter… auf gehts:

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Anstelle eines Weihnachtsbaumes kam in der Adventszeit die Lederausstattung ins Wohnzimmer meiner Wohnung, dazu gesellten sich ein Baustrahler für viel Licht, ein Rund-um-Sorglos-Paket vom Lederzentrum und natürlich die Kamera auf Stativ.
Die restlichen Lederteile wie Schaltsack, Türpappen & Co. blieben im Auto.

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Ein paar veranschaulichende „Vorher“-Fotos… ich war gespannt!

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Das war die erste Bestellung beim Lederzentrum. Einmal das Leder Fresh Set mit starkem Reiniger und dem Leder Fresh in „VW hellbeige“, dazu die Colourlock Reinigungsbürste, ein paar Schwämme und Tücher extra, eine Tube Flüssigleder und das Reinigungsbenzin. Obwohl ich vorher im Forum immer gelesen hatte, das man locker mit einem Set auskommt, musste ich vom starken Reiniger bereits nach den Armlehnen und dem Fahrersitz Nachschub bestellen… aber ich glaube bei „normaler“ Abnutzung kommt man wirklich damit hin. Außerdem habe ich mir dann bei der zweiten Bestellung noch das Elephant Lederfett dazubestellt, soll ja für alte Cabrio-Leder gut sein. 🙂

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Meine ersten Versuche machte ich mit den Armlehnen. Zu sehen der Vorher-Zustand. Grauschleier und bräunlich abgenutzte Innenseite.

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Vorne noch nicht gereinigt, hinten gereinigt, aber noch nicht getönt.

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Links gereinigt, rechts nicht gereinigt. Dieser deutliche 50:50-Unterschied machte mir Mut, dass die Mittel funktionieren! 🙂

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Fertig gereinigt und getönt. Die braunen Stellen im Inneren sind weg getupft.

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Ein neuer Tag – Jetzt machte ich mich direkt an den härtesten Fall, dem Fahrersitz.

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Zuerst natürlich schön ordentlich abgesaugt.

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Hier kann man die dunklen Risse und Adern sehen.

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Sitzfläche gereinigt, Rückenlehne noch nicht. Im vorderen Bereich habe ich anfangs die Behandlung mit einem Schmutzradierer probiert… nicht nachmachen, wirkte sich nicht positiv aus. Nach einem netten Telefonat mit dem Lederzentrum schmiss ich schnell den Schmutzradierer zur Seite und machte mit der Reinigungsbürste und den Schwämmchen „ordnungsgemäß“ weiter.

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Der Lederreiniger zeigt einem die nackte Wahrheit. Der Sitz ist dann wirklich sauber und man sieht dann (leider) sogar noch mehr kleine Risse. Aber ich war ja noch nicht fertig… 😉

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Irgendwann abends gings dann weiter. Hier also nochmal der gleiche Zustand (Sitzfläche gereinigt, Rückenlehne unberührt) im abendlichen Baustrahler-Wohnzimmer-Licht.

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Mit dem Flüssigleder in VW hellbeige füllte ich die großen Risse und strich mit einem Küchenmesser glatt rüber. Ist nicht die professionellste Methode, aber funktionierte ganz gut. Das musste nun trocknen.

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Weiter ging es mit der Reinigung der Sitzlehne. Man kann sehen welche Sektoren schon gereinigt sind, oder? 😉

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Sauber.

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Zwei 50:50-Vergleiche zur eigenen Motivation. Die Reinigungsbürste, die Schwämmchen und die Tücher habe ich zwischendurch im Eimer Wasser gereinigt. Wichtig ist, dass man aber das Leder immer wieder richtig trocken wischt.

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Als das Flüssigleder trocken war, habe ich mit dem Schleifpad einmal die gesamte Sitzfläche angeschliffen, insbesondere natürlich die rauen Stellen.

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Mit Reinigungsbenzin die Schleifreste entfernt und die Sitzfläche restlos entfettet.

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Das sind schon zwei „Nachher-Fotos“ nach dem Tönen der Sitzfläche. Auf dem zweiten Bild sieht man glaube ich ganz gut den Unterschied an den oberen und unteren Wangen.

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Nun war der Fahrersitz soweit „geschafft“, bis auf den Leder Protector. Den habe ich bereits aufgetragen, aber man sieht da keinen nennenswerten Unterschied. Der Glaube daran, dass er schützt, soll erstmal reichen. Nun war der Beifahrersitz an der Reihe.

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Sitzfläche vor der Reinigung.

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Sitzfläche nach der Reinigung.

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Von links nach rechts: Sitzfläche gereinigt, Rückenlehne unberührt, Sitzfläche und Rückenlehne fertig.

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Gleiche Vorgehensweise: Mit der angefeuchteten Reinigungsbürste den schaumartigen Lederreiniger Stark von Naht zu Naht kreisförmig eingearbeitet, mit einem Tuch abgewischt und ggf. den Vorgang wiederholt.

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Das schöne war, ich konnte immer sehen wo ich schon war und wo nicht. 🙂

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Auch beim Beifahrersitz habe ich nach der Reinigung das Leder etwas angeschliffen und dann mit dem Reinigungsbenzin entfettet, bevor es an die Tönung mit Leder Fresh ging.
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Und da steht nun auch der fertig getönte Beifahrersitz.

Wo ist der Rest? Der fehlt noch. Ich werde bei der Rückbank und -lehne noch ein paar Making of Fotos von der Tönung machen, das ist bisher etwas zu kurz gekommen.

Eigentlich wäre es nun sinnvoll, auch den Teppich auszubauen. Da mir bei der kalten Jahreszeit das Prozedere mit Nasssaugen, Trocknen etc. etwas zu umständlich ist, werde ich die Sitze bald wieder ins Cabrio montieren und mir dann im Frühling nochmal den Teppich zur Brust nehmen! 🙂

Bis dahin und schöne Grüße
Daniel

2 Gedanken zu „Leder-Aufbereitung – Teil 1

  1. René sagt:

    Hi!
    Ich habe ebenfalls einen ClassicLine mit beiger Lederaustattung und wollte diese ähnlich aufbereiten.
    Hast du wirklich die Tönung in VW Hellbeige verwendet hast?
    Wenn ich mir die Farbkarte vom Lederzentrum anschaue sieht „Hellbeige“ wesentlich dunkler aus als „Beige“.

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