Shortnews 24.05.15

Hallo!

Heute gibt’s mal Kurznachrichten direkt vom Smartphone.

TÜV?  Hatta! Samstag bin ich zur Nachuntersuchung gefahren. Der Dekra – Prüfer hat das Cabrio nicht nur dreimal auf wenigen Metern abgewürgt, sondern auch eine frische rosa Tüv – Plakette aufgeklebt.

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–  Nicht mehr vom Winde verweht! Vom Vorbesitzer habe ich noch ein Windschott vererbt, was ich heute erstmals getestet habe. Nach einer etwas fummeligen Montage war die offene Cabriotour ein voller Erfolg. Ich bin überrascht, wie positiv sich so ein Windschott bemerkbar macht.

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Kurzes Konzert: Das Radio Gamma II hat spontan seinen Geist aufgegeben. Aus heiterem Himmel war auf einmal Stille, nur die Displaybeleuchtung funktioniert noch. Ich habs noch nicht ausgebaut und getestet. Problemlösungs-Ideen? Her damit!

Gruß,
Daniel

Querlenker tauschen in der Garage – Schritt für Schritt

Hallo!
Nun ist es schon knapp drei Wochen her, dass der DEKRA-Prüfer bei der HU das ausgeschlagene Traggelenk vorne links diagnostizierte. Ich hatte ja überlegt, nur das Traggelenk zu tauschen, oder direkt den Querlenker dazu – oder beides. Dazu dann die Überlegung: Selber in der Garage ohne Grube oder Hebebühne machen, oder doch unkompliziert machen lassen? … Ich habe mich für die Jetzt-helf-ich-mir-selbst-Variante in der Garage mit beidseitigem Querlenkertausch entschieden.

So eine Reparatur war für mich mal wieder eine Premiere und sicher auch nicht ganz einfach. Wer das schon mal gemacht hat, kann mich vielleicht verstehen. Alles sitzt bombenfest und will sich nicht verändern. Wenn man dann außerdem auf dem Rücken liegend wenige Zentimeter seine Nase unter dem Getriebe hält, kann man auch keine Popeye-Kräfte entwickeln. Aber nun genug drumrum geredet, folgendermaßen habe ich es gemacht:

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Febi Bilstein Querlenker mit Traggelenk, Gummilagern und Montagematerial für beide Seiten für je 49€ bestellt und nach ewiger Wartezeit auch erhalten

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Das Cabrio mit zwei Unterstellböcken vorne an den Aufnahmepunkten aufgebockt, hinter die Hinterräder noch zwei Keile… Sicherheit geht vor! 🙂

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Schön zu sehen: Der Querlenker, das Traggelenk, vorne die Querlenkerstrebe und hinten den Stabi

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Hier noch mal besser die hintere Querlenkeraufnahme mit Stabi-Schelle zu sehen

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Zu erst muss der Stabi raus… Die Muttern beidseitig lösen (siehe Bild)

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Am Querlenker ebenfalls die jeweils zwei Muttern lösen. Dann kann der Stabi ausgehangen werden

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Klemmverschraubung oben am Traggelenk lösen. Jede Menge WD40, Drehmomentschlüssel, Maulschlüssel und ein Hammer helfen

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Da ist die Schraube raus. Mit Kraft, Geduld, Hammerschlägen und ggf. leichtes (!) Aufhebeln der Klemmverschraubung kann man dann das Traggelenk nach unten rausziehen. Sch*** Arbeit! Da war ich kurzzeitig an dem Punkt zu glauben, dass ich es doch besser nicht alleine in der eigenen Garage hätte probieren sollen…

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Diese Halteschraube muss ebenfalls beidseitig raus

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Dann können die hinteren Muttern der Halteschelle gelöst werden und der Querlenker kann rausgezogen werden

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Nachdem der alte Querlenker raus war, bin ich mit den neuen Querlenkern samt Gummilagern zu meiner freien Werkstatt des Vertrauens gefahren und habe mir für 2€ die Gummilager einpressen lassen. Außerdem habe ich den Querlenker auf einen Schraubstock gespannt, um das Traggelenk mit 45Nm anzuschrauben. Der Versuch, das ganze alleine ohne Schraubstock zu lösen, endete damit, dass ich die Gewinde überdreht habe und somit die Schrauben mit einem Schlagschrauber wieder rausmussten. Neue Schrauben von VW und die kontrollierte Methode am Schraubstock führten zum Erfolg. 🙂

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Nun im Prinzip wieder umgekehrte Reihenfolge. Die hinteren Muttern der Halteschelle brauchen 45Nm

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Vorne muss natürlich auch das Gummilager in seine neue, alte Position

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Hier schön zu sehen: Das Traggelenk ragt zwar schon in die Klemmverschraubung, aber nicht weit genug. Erst der Rangierwagenheber von unten half dabei, dass die Schraube wieder problemlos passte. Die Muttern habe ich mit 50Nm angezogen.

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Die Schraube habe ich zwar wieder reingeschraubt, aber mit 70Nm wird sie erst festgezogen, wenn der Wagen wieder auf allen Vieren steht, da sonst das Gummilager unnötig auf falscher Position auf Spannung steht

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Hier mal schön das Traggelenk zu sehen. die Einkerbung ist für die Schraube.

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Auch hier sitzt das Traggelenk noch nicht weit genug in der Klemmbefestigung. Man sieht in dem Loch, dass der zylindrische Kopf im Weg ist und so eine Montage nicht möglich. Auch hier half der Wagenheber von unten!

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Schließlich den Stabi hinten wieder einhängen. Weil das alleine nicht ganz einfach ist, habe ich ihn mir erst an einer Seite mit Panzerband am Querlenker fixiert und dann an der anderen Seite grob angeschraubt. Dann klappts auch auf der anderen Seite. 🙂 Dann nur noch die Räder wieder dranschrauben und den Wagen von den Unterstellböcken nehmen. Zuletzt die erwähnten Schrauben vorne mit 70Nm anziehen.

Ich bin froh dass es unterm Strich ganz gut geklappt hat. Wenn´s funktioniert, machts Spaß! 🙂 Aber wenn ich dran denke, wie oft ich hin und her gekrochen bin, welche Verrenkungen ich unter und am Auto machen musste, kann ich jedem nur empfehlen, das ganze auf einer Hebebühne zu machen, am besten sogar zu zweit. Außerdem ist die ganze Sache ja nicht ganz unbedenklich, da man hier an der Achsaufhängung arbeitet. Konzentriertes Arbeiten und stetiges Kontrollieren ist daher wichtig!

 

Achja, die Bremsleitungen hinten habe ich noch mit sprühbarem Unterbodenschutz-Wachs vor weiterer Korrision bewahrt. Morgen geht es zur Nachuntersuchung! 🙂